Klimaschutz in Blankenfelde-Mahlow

Klimaschutz

Auf diesen Seiten erhalten Sie Informationen rund um das Thema Klimaschutz in Blankenfelde-Mahlow.

  • Klimaschutzkonzept

    Die Gemeinde hat im Jahr 2017 ein Klimaschutzkonzept beschlossen. Das Konzept wurde 2021 durch zwei weitere Maßnahmen ergänzt. Zum einen durch die Einführung eines Klimachecks für Beschlussvorlagen und zum anderen die Erstellung eines Aktionsplans zur Vermeidung von Plastikabfällen in der Gemeinde. 

    Im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt wird regelmäßig über die Umsetzung von Maßnahmen berichtet.

  • Treibhausgasbilanz

    Im Jahr 2022 wurde eine aktuelle Treibhausgasbilanz für das Gemeindegebiet erstellt. Die Bilanz basiert auf Daten der Bundes- und Landesbehörden sowie der Gemeinde. Sie ermöglicht eine grobe Einschätzung über den Treibhausgasausstoß bzw. Treibhausgasemissionen, die von Blankenfelde-Mahlow ausgehen. 

    Die Höhe der Emissionen hängt dabei direkt mit der Energiebilanz zusammen. Je mehr erneuerbare Energien ausgebaut und anstatt von fossilen Energieträgern genutzt werden und/oder der Gesamtenergieverbrauch gesenkt wird, desto niedriger die Treibhausgasemissionen der Gemeinde.

    Energie- und CO2-Bilanz für die Gemeinde:Treibhausgasbilanz

    Treibhausgasemissionen in der Gemeinde

    Aus der Treibhausgasbilanz geht hervor, dass in Blankenfelde-Mahlow im Jahr 2019 insgesamt 381.663 Tonnen CO2e emittiert wurden. Eine Berechnung für das Jahr 2015 bilanzierte insgesamt 373.172 Tonnen CO2e. Es handelt sich jeweils um eine territorial basierte Treibhausgasbilanz, und demnach nur um Emissionen, die direkt vor Ort entstehen.

    Die folgende Grafik zeigt die prozentualen Anteile einzelner Sektoren am Treibhausgasausstoß. Für das Gemeindegebiet wurden dazu 6 Sektoren betrachtet.
    Die Datengüte, also die Qualität der Daten, ist dabei recht unterschiedlich. 

    Während die Daten für den Sektor kommunale Einrichtungen sehr genau sind, da die Gemeindeverwaltung direkten Zugriff auf diese Daten hat, beruhen die Daten für Wirtschaft (Gewerbe, Handel, Dienstleistungen), Verkehr ohne Autobahn, Autobahn und Private Haushalte auf hochgerechneten Regionaldaten. Die Daten für den Sektor Großindustrie beruhen auf Bundesdurchschnittsdaten und sind damit im Vergleich als eher unpräzise zu bewerten.

    Treibhausgasbilanz 2019

    Dennoch gibt die Bilanz eine grobe Einschätzung darüber, wie hoch die Pro-Kopf-Emissionen in der Gemeinde sind. Für das Bilanzjahr 2019 beträgt dieser Wert 13,7 Tonnen CO2e.

    Im Vergleich: Im Jahr 2019 betrugen die CO2-Emissionen innerhalb Deutschlands etwa 9 Tonnen CO2e pro Kopf.

    Quelle: Statista (2022) - Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen in Deutschland

  • Ausbau von Photovoltaik-Anlagen

    Der Solaratlas Brandenburg gibt Auskunft über das Solarpotenzial aller Dächer Brandenburgs. Das Gesamtpotenzial setzt sich zusammen aus verfügbaren Dachflächen und Freiflächen (beispielsweise Parkplätze oder Randstreifen von Bahnstrecken und Autobahnen).

     
    Der Solaratlas ermöglicht auch detaillierte Informationen zum Solarpotenzial und eine erste Wirtschaftlichkeitsberechnung zu einzelnen Dachflächen.

    Weitere Infos zum Thema Solarausbau in Brandenburg erhalten Sie durch eine aktuelle Übersicht der Heinrich-Böll-Stiftung.

    Für mehr Infos zum Thema Photovoltaik und privaten Gebrauch, gibt die Verbraucherzentrale einen guten Überblick.

    Ausbau Photovoltaik in Blankenfelde-Mahlow (2018 bis 2023)

    Wie viele Solaranlagen innerhalb der Gemeinde pro Jahr installiert wurden, zeigt die folgende Darstellung.

    Bruttoleistung aller Anlagen, die neu in Betrieb genommen wurden. 

    Stand: 11. Dezember 2023 - Abweichungen sind möglich, da es Anlagen gibt, die noch nicht im Markstammdatenregister registriert wurden.

    Quelle: Marktstammdatenregister 
  • Weiterführende Informationen

    Einen kurzen Überblick und weitere Infos zum Thema Klimawandel erhalten Sie auf den Seiten des Umweltbundesamtes. Auf diesen Seiten finden Sie auch einen aktuellen Sachstand (2022)

    Kipppunkte des Klimasystems

    Mit zunehmendem Temperaturanstieg ist es möglich, dass starke oder abrupte Klimaänderungen einsetzen. Derartige Prozesse sind mit kritischen Schwellen im Klimasystem, sogenannten Kipppunkten, verbunden. Bereits geringe Änderungen im Klimasystem können bewirken, dass Kipppunkte erreicht werden, in deren Folge sich das Klima ändert. Es besteht die Gefahr, dass abrupte, drastische Klimaänderungen die Anpassungsmöglichkeiten der menschlichen Gesellschaft übersteigen. 

    Dies gilt besonders für solche Fälle, in denen die klimatischen Auswirkungen nicht mehr umkehrbar sind. Daher spricht man auch von irreversiblen Kipppunkten.

    Kipppunkte sind:

    • abrupte Klimaänderungen
    • unumkehrbare (irreversible) Prozesse
    • langfristige, starke Klimaänderungen

    Quelle: Umweltbundesamt (2008): Kipp-Punkte im Klimasystem

    Mehr Informationen zum Thema Kipppunkte

    Treibhausgasneutralität

    Der Begriff wird häufig synonym zu Klimaneutralität verwendet. Mit "klimaneutral" ist ein Zustand gemeint, in dem die Atmosphäre und damit das gesamte Klimasystem der Erde nicht mehr durch den menschlichen Einfluss verändert wird. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Ziels ist die Reduktion von Treibhausgasemissionen (u.a. CO2, Methan, Lachgas). Zu diesem Zweck muss der Ausstoß der Treibhausgase global reduziert und kompensiert (gebunden) werden. Dieser Zustand wird vermehrt als "Netto-Null" (net zero) bezeichnet, da die Bilanz von Emission und Kompensation gleich 0 ist.

    Quelle: Klimafakten (2021): Die große Begriffsverwirrung bei Klimazielen

    Klimaschutz des Landes Brandenburg

    Nach aktuellem Stand (12/2023) plant Brandenburg kein eigenes Klimaschutzgesetz. Ein Klimaplan für Brandenburg mit Klimazielen und entsprechenden Maßnahmen befindet sich aktuell im Entstehungsprozess und soll 2024 veröffentlicht werden. 

    Klimaschutzziele

    2045 ist das Ziel der Treibhausgasneutralität für das Land Brandenburg sowie ganz Deutschland. Der Bund sowie die Länder formulieren darüber hinaus Zwischenziele. 

    Bis 2030 liegt das Ziel für Deutschland bei einer Minderung von 65% gegenüber dem Vergleichsjahr 1990 (siehe Klimaziele Deutschland auf den Seiten des Umweltbundesamtes). 

    Die Einhaltung der Sektorziele wird voraussichtlich mit spürbaren Veränderungen im Alltag einhergehen. Ohne die gesellschaftliche Akzeptanz für einen ressourcen- und klimaschonenden Lebensstil werden die Klimaschutzziele voraussichtlich nicht zu erreichen sein.

    Pro-Kopf-Emissionen von Deutschland

    Die Pro-Kopf-Emissionen von Deutschland betragen etwa 11 Tonnen CO2e. Wenn die gesamte Weltbevölkerung dieselbe Emissionsmenge verursachen würde, wären Ressourcen von drei Erden notwendig. Um die Auswirkungen der Klimakrise zu verringern, müssen stattdessen die planetaren Grenzen eingehalten und die Übernutzung von Ressourcen verhindert werden.

    Wie sich die Pro-Kopf-Emissionen zusammensetzen, erfahren Sie auf den Seiten von statista.com

    Mehr Informationen finden Sie in der Publikation: Klimaschutz in Zahlen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). 


 

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