Bürgermeister

Als Bürgermeister der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow begrüße ich Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Gäste sowie Arbeitgeber und Arbeitnehmer herzlich auf unseren Internetseiten.

Als moderne Verwaltung steht Ihnen die Gemeinde auch online mit allen Ämtern und Einrichtungen rund um die Uhr zur Verfügung. 

Zusammen in die Zukunft

Wir verstehen uns als eine Gemeinde der Ermöglicher*innen und denken gerade jetzt an die Zukunft. Um gestärkt aus der Krise heraus zugehen setzen wir schrittweise unsere neue Dachmarke Groß Grün um. Gerade unsere Dachmarke fördert das Miteinander von Bürger*innen, Institutionen, Vereinen, Unternehmen und Dienstleistern. Gemeinsam sind wir stark und gemeinsam gestalten wir unsere Zukunft. Mehr Informationen zur Dachmarke erhalten Sie auf: https://dachmarke.grossgruen.de 

Bleiben Sie gesund. Es kommt auf jeden an.

Ihr

Michael Schwuchow
Bürgermeister der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow

Amt des Bürgermeisters

Der Leiter der Gemeindeverwaltung Blankenfelde-Mahlow ist der hauptamtliche Bürgermeister (§§ 53-58 BbgKVerf). Er ist Beamter auf Zeit, rechtlicher Vertreter und Repräsentant der Gemeinde. Er wird von den Bürgern für acht Jahre direkt gewählt. Der Bürgermeister leitet und beaufsichtigt den Geschäftsgang der gesamten Verwaltung und sorgt für den geregelten Ablauf der Verwaltungsgeschäfte. Außerdem ist er stimmberechtigtes Mitglied der Gemeindevertretung.

Bürgermeister der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow ist:

Michael Schwuchow

Geburtsjahr: 1966
verheiratet
wohnhaft in Mahlow
Amtsantritt am 1. Oktober 2019

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  • Rede zur Trauerfeier Noel Martins am 14. August 2020 in Birmingham

    Zum Abschied von Noël Martin

    Bei uns in Mahlow ereignete sich am 16. Juni 1996 ein abscheulicher Anschlag, der das Leben Noël Martins radikal veränderte. An diesem Tag wurde Noël von rechtsgerichteten Jugendlichen am Bahnhofsvorplatz beschimpft und bedroht. Er flüchtete mit seinem Auto, wurde jedoch verfolgt. Beim Überholvorgang warfen die beiden Täter einen großen Stein in das fahrende Auto Noëls, der daraufhin die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Seitdem war der selbstbewusste und stolze Mann vom Hals abwärts gelähmt und völlig auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen.

    Ein einschneidendes Ereignis für Noël Martin, aber auch für meine Gemeinde. Viel hat sich seitdem verändert. Bei Vielen fand ein Umdenken statt. Es ging ein Ruck durch die Gemeinde. Im Rahmen jährlich am 16. Juni stattfindender Gedenkveranstaltungen erinnerten Bürgerinnen und Bürger am Ort des Geschehens an das schreckliche Ereignis.

    Erst vor wenigen Wochen versammelten sich wieder zahlreiche Einwohner der Gemeinde vor dem Mahnmal am Glasower Damm. In einem gemeinsamen Videotelefonat ließ sich Noël Martin seine Krankheit und seinen sich verschlimmernden Zustand nicht anmerken. Gewohnt fröhlich berichtete er aus seinem Leben und freute sich über die Anteilnahme.

    In seinem bewegten Leben blickte Noël Martin oft in den Abgrund, sei es nach dem abscheulichen Anschlag oder nach dem Tod seiner geliebten Frau Jacqueline. Immer wieder fand er die Kraft weiterzumachen. Mehr noch; er gab seinen Lebensmut und seine Energie an andere Menschen weiter. Seine unvergleichliche Offenheit und seine entwaffnende Freundlichkeit bleiben uns in der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow unvergessen.

    Noël Martin war ein Vorbild für viele. Er setzte sich trotz seiner Leiden für die Verständigung ein. Er förderte die persönliche Begegnung und organisierte einen jährlich stattfindenden Jugendaustausch zwischen Birmingham und Blankenfelde-Mahlow.

    Noël Martin setzte stets auf den Dialog und die Bereitschaft, sich auf andere Menschen – egal welcher Herkunft - einzulassen. Er baute Grenzen und Vorurteile ab. Er gab Vielfalt eine Chance.

    Für diesen Einsatz ist meine Gemeinde Noël zu tiefem Dank verpflichtet. Im Namen der Bürgerinnen und Bürger Blankenfelde-Mahlows möchte ich mich heute persönlich von Noël Martin verabschieden - einem ganz besonderer Menschen, der auch nach seinem Tod auf ewig mit Blankenfelde-Mahlow verbunden sein wird.

  • Vorwort zum Bildband "Auf Spurensuche - 30 Jahre Deutsche Einheit"

    Wiedererlangte Freiheit

    Der 3. Oktober 1990 stellt einen unglaublichen Glücksfall in der Geschichte dar. Ein Moment, in dem alles passte und der ein Ereignis von historischem Ausmaß darstellt.

    Menschen zeigten den Mut, gemeinsam für Ihre Rechte und für Ihre Freiheit einzutreten, eine angeschlagene Supermacht wankte und die west-europäischen Länder stimmten trotz ihrer Bedenken einer Wiedervereinigung zu. Das Ergebnis war die deutsche Einheit – ein Sieg des Freiheitswillens der Menschen.

    Nach jahrzehntelanger Trennung galt es die unterschiedlichen Systeme zusammenzuführen. Und mehr noch: Auch die unterschiedlichen Denk- und Lebensweisen mussten zusammenfinden. Schnell wurde klar, dass dies ein langwieriger Prozess sein wird. Ein Prozess, der auch heute, 30 Jahre nach der Deutschen Wiedervereinigung, noch nicht endgültig abgeschlossen ist.

    Zu lange lebten die Menschen in unterschiedlichen Systemen. Zu verschieden waren ihre Lebenswelten: Demontagen und horrende Reparationen auf der einen Seite, schneller Wiederaufbau und Marshall-Plan auf der anderen, Wirtschaftswunder und Konsum auf der einen Seite, Repressalien und Unterdrückung auf der anderen; Wohlstand, Auto, Reisefreiheit – Mangelwirtschaft, Überwachung, Mauerbau.

    Diese etwas polemisch aneinandergereihten Schlagworte ließen sich noch endlos fortsetzen. Und auch wenn nicht immer alles so schwarz-weiß war, wie es der Einfachheit halber gerne dargestellt wird, zeigt sich daran dennoch, dass sich die Nahtstelle eines epochalen Systemkonflikts, entgegen dem Willen der Bevölkerung, mitten durch Deutschland zog.

    Entgegen dem Willen der Bevölkerung ist ein gutes Stichwort: So gab sich das DDR-Regime den Anschein einer demokratisch legitimierten Regierung und war es doch nur auf dem Papier. Stellt man das Grundgesetz der Bundesrepublik und die drei Verfassungen der DDR (aus den Jahren 1949, 1968 und 1974) gegenüber, erkennt man überraschend viele Gemeinsamkeiten. Die Realität - das wissen Sie, das weiß ich - sah jedoch ganz anders aus.

    Letztendlich wurde der Unrechtsstaat, der sich um seiner selbst willen aufrechterhielt von den Menschen gestürzt, die er überwachte, drangsalierte und täuschte.

    Vielleicht zeigt die Wiedervereinigung Deutschlands, dass es nicht um Systeme und Ideologien geht, sondern um den Menschen und seine Sehnsucht nach Freiheit. Denn diese Sehnsucht geht weiter als Parolen, die Freiheit des Menschen wiegt mehr als Devisen und Macht, die Kraft der Freiheit ist stärker als Systeme. Das lehrt uns die Deutsche Einheit und darauf können wir auch und gerade drei Jahrzehnte später stolz sein.

    Bildband zur Deutschen Einheit

    Das vorliegende Heft ist anlässlich des 30. Jahrestags der Deutschen Einheit entstanden. Ein besonderer Jahrestag, der aufgrund der Covid-19 Pandemie nicht wie geplant als großes Volksfest gefeiert werden konnte, sondern der bei uns dezentral und mit Abstand begangen wird.

    Dennoch, so die Hoffnung, kommen auch auf diese Weise Menschen miteinander ins Gespräch. Erinnern sich an eine spannende Zeit zwischen Aufbruch und Umbruch. Einer Zeit, die Lebenswelten veränderte und eine Zeit, die für immer ihren Platz in den Geschichtsbüchern haben wird.

    Das vorliegende Bildmaterial stammt aus privaten Fotoalben von Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde. Ich möchte mich an dieser Stelle für die zahlreichen Zusendungen bedanken und ermuntere Sie, dem Gemeindearchiv auch weitere Ansichten und Zeitdokumente zukommen zu lassen, damit wir diese besondere Zeit nie aus den Augen verlieren. Damit dieser wichtige Teil der Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.

    Und nun lade ich Sie herzlich ein, mit mir auf Spurensuche zu gehen. Wagen Sie einen Blick in die Vergangenheit. Wie sah unsere Gemeinde vor 30 Jahren aus? Was hat sich seitdem verändert?

    Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Stöbern und freue mich, wenn auch bei Ihnen Erinnerungen an die Wendezeit geweckt werden.

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