Digitale Chronik

Auf dieser Seite sind die bereits veröffentlichten Beiträge von Frau Dr. Susanne Wölfle-Fischer zur Rubrik Heimatgeschichte aus unserem Gemeindejournal zu finden. Diese reichen von Erzählungen über Sagen bis hin zu historisch belegten Ereignissen, die für unsere Gemeinde von Bedeutung waren.

  • Der Lindenberg in Jühnsdorf

    "Der ... Lindenberg lockte bei Beginn unserer Tätigkeit am meisten; es reizte uns, ihm sein Geheimnis zu entreißen."1, schreibt der Heimatforscher Karl Hohmann 1927 im Teltower Kreiskalender. In seinem Artikel aus Jühnsdorfs vorgeschichtlicher Zeit berichtet er von einer frühen Untersuchung am Westrand des Berges.

    Aus den Zeilen Hohmanns geht hervor, dass er bereits vor der Grabung mit geübtem Blick erkannte: "Dieser Mangel an vorgeschichtlichen Beobachtungen schien mir bei der geographischen Lage Jühnsdorfs seltsam."2

    Heute, fast hundert Jahre später, nehmen wir den Lindenberg vielleicht als sandige Erhebung im Südwesten der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow wahr; als unscheinbaren Hügel, der an sonnigen Tagen zu Spaziergängen einlädt. Doch der Lindenberg ist mehr als seine Topographie oder ein Naherholungsgebiet vor der eigenen Haustür.

    Wie im Zitat bereits angedeutet, ergibt sich die Besonderheit des Berges durch seine frühe Besiedlung, als während des Mesolithikums (etwa 10.000 – 3200 v. Chr.) eine kleine Gruppe von Menschen beschloss, sich hier niederzulassen. Ihre Attraktivität als Siedlungsplatz erhielt die kleine Anhöhe durch die Insellage.

    Die Weichsel-Kaltzeit (etwa 115.000 – 11.600 v. Chr.) war erst wenige tausend Jahre zuvor zu Ende gegangen, erdgeschichtlich betrachtet ein Wimpernschlag und hatte eine sumpfige, wasserreiche Landschaft zurückgelassen, aus der die Erhöhung hervorragte und sich als Siedlungsplatz anbot.

    Doch wie können wir uns die Siedlungs- und Lebensweise eines Menschen der Mittelsteinzeit vorstellen? Mitte der 1970er Jahre schrieb Bernd Fischer, einer der bedeutendsten Bodendenkmalpfleger Südbrandenburgs dazu: 

    "Mehrere bedeutende brandenburgische Fundstellen des Mesolithikums liegen im Kreis Zossen. … Der bereits im Jahre 1926 durch K. Hohmann untersuchte Fundplatz auf dem Lindenberg … lieferte die ersten gesicherten Wohnbautenreste der mesolithischen Bevölkerung. Zwei freigelegte Hüttengrubenverfärbungen hatten eine Ausdehnung von 3x2,5 m (Tiefe 1,1m) und 3x1,5 m (Tiefe 1,9 m). … Über den Aufbau der Wohnbauten konnten keine Befunde gewonnen werden, doch lassen Beobachtungen von anderen Grabungsorten darauf schließen, daß der Oberbau aus einem Stangengerüst mit Zweigen, Reisig, Schilf bestand."3

    Charakteristisch für diese Zeit ist auch das Fundmaterial aus schwer vergänglichem Material das hier gefunden wurde, dazu gehören z.B. aus Feuerstein gearbeitete Pfeilspitzen. Gefunden wurden aber auch Beile aus Stein, oder aus Knochen und Geweih gefertigte Harpunen und Angelhaken.

    Es ist davon auszugehen, dass sich eine Großfamilie auf dem Lindenberg niederließ, die aus mehreren Generationen bestand und hier ein Lager anlegte. Von diesem Lager brachen Mitglieder immer wieder auf, um Nahrung zu beschaffen. Von Frühjahr bis Herbst stand in Form von Früchten, Kräutern, Nüssen oder Pilzen, ausreichend Nahrung zur Verfügung. 

    Auch das Angebot an Fleisch war vielfältig und reichte von Fischen wie etwa aus dem nahegelegenen Rangsdorfer See, über Vögel, hin zu Reh- und Rotwild. Für die Zeit ab Spätherbst bis zum nächsten Frühjahr musste durch Vorratshaltung das Überleben gesichert werden. 

    Bekannt ist, dass in der Mittelsteinzeit Fleisch und Fische in Streifen geschnitten, geräuchert und gedörrt wurden, um sie haltbar zu machen. Auch Kräuter, Pilze und Früchte wurden getrocknet.

    Verwendete Literatur:

    • Bernd Fischer, Aus der Ur- und Frühgeschichte des Kreises Zossen, Heimatkalender für den Kreis Zossen 1977, Seite 31-38.
    • Karl Hohmann, Aus Jühnsdorf vorgeschichtlicher Zeit, in: Teltower Kreiskalender 1927, Seite 35-50.
    • Menschenwechsel. Jungpaläolithikum und Mesolithikum (Begleithefte zur Dauerausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle, Band 2), herausgegeben von Harald Meller, Halle (Saale) 2005.

    Quellenangaben:

    1. Vgl. Karl Hohmann, Aus Jühnsdorfs vorgeschichtlicher Zeit, in: Teltower Kreiskalender 1927, Seite 35-50, hier Seite 35.
    2. Vgl. ebenda, Seite 35.
    3. Vgl. Bernd Fischer, Aus der Ur- und Frühgeschichte des Kreises Zossen, in: Heimatkalender für den Kreis Zossen 1977, Seite 31-38, hier Seite 31-32.

    Dr. Susanne Wölfle-Fischer im Mai 2026

  • Die urkundliche Ersterwähnung Mahlows

    Urkundliche Ersterwähnungen haben in der Geschichte märkischer Dörfer stets eine Sonderstellung. Jahrhunderte alt, reichen sie zurück ins Mittelalter, eine Zeit also, zu der kaum historische Quellen vorliegen, um sie wirklichkeitsnah abzubilden. Als ältestes schriftliches Zeugnis eines Dorfes, werden urkundliche Ersterwähnungen als Anfang der Ortsgeschichte verstanden und geben zu runden Jahrestagen Anlass sie festlich zu begehen.

    Das ist bei Mahlow nicht anders. Seine Ersterwähnung findet sich in einer auf den 16. Februar 1287 datierten Schenkungsurkunde. Das Schriftstück aus Pergament trägt das Siegel Markgraf Otto IV. (1266-1309). Es hat die Maße 20 x 11,5 cm und wird im Geheimen Staatsarchiv in Berlin Dahlem verwahrt (siehe Bildausschnitt).

    Aus dieser Urkunde geht eindeutig hervor, dass "duos mansos in villa malow" also zwei Hufen des Dorfes Mahlow dem Nonnenkloster in Spandau geschenkt wurden. Und zwar von "Jacobus dictus de vorlant et sua filia", also von Jakob genannt Vorlant und seiner Tochter.

    Nach den Worten "et sua filia", weist die Urkunde eine Lücke auf, offensichtlich sollte hier noch der Name des Mädchens eingefügt werden, was dann nicht nachgeholt wurde.

    Solche Schenkungen stellen in der märkischen Geschichte keine Besonderheit dar. Es war durchaus üblich, sie einer Novizin als Mitgift ins Kloster mitzugeben. Durch sie war das Mädchen mit einer Art festen Rente ausgestattet, mit der es seinen Lebensunterhalt bestritt.

    Das galt auch für das Nonnenkloster in Spandau, dass 1239 als Benediktinerinnenkloster St. Marien gegründet wurde und als Frauenkonvent zur Aufnahme der Töchter markgräflicher Vasallen diente.

    Bestätigt wurde die Schenkung vom bereits erwähnten Markgrafen Otto, der diese Ländereien damit aus seiner Lehnsverbindlichkeit entließ und in die des Klosters übergab.

    Als Zeugen treten die Herren Johannes aus Berlin, Arnold Weger aus Spandau, Albert von Snethelinge und Hermann von Karpzow auf. Urkundungsort war Spandau. Zweifelsfrei ist am Ende der Urkunde auch von "Anno … milleis ducent octuagesimo septimo" die Rede, also von 1287 als Jahr der Ausstellung.

    Diese Jahreszahl sei an dieser Stelle besonders betont, weil in der heimatkundlichen Literatur immer wieder von 1280 als Jahr der Ersterwähnung Mahlows die Rede ist. Dieses Jahr geht jedoch auf einen Übertragungsfehler Mitte des 16. Jahrhunderts zurück.

    Nach Einführung der Reformation in der Mark Brandenburg, nahmen die Visitatoren der ersten evangelischen Kirchenvisitation im April 1541 den im Kloster vorgefundenen Urkundenbestand mit Inhaltsangabe und Ausstellungsjahr in ein "Inventarium der hauptvorschreibungen vnd brieue des junckfrauen Klosters vor Spandow" auf.

    Im Fall von Mahlow fand an Stelle von 1287 die Jahreszahl 1280 Eingang in die Auflistung. Ohne Korrektur wurde das Urkundeninventar 1904 im Jahrbuch für Brandenburgische Kirchengeschichte veröffentlicht und daraufhin von einigen Autoren übernommen.

    Verwendete Literatur:

    • Fritz Curschmann, Ein Urkundeninventar des Klosters Spandau in: Jahrbuch für Brandenburgische Kirchengeschichte (herausgegeben von Nikolaus Müller). Berlin 1904, 1. Jahrgang, Seite 36-50.
    • Susanne Wölfle-Fischer, 725 Jahre Mahlow (1287-2012). Von der urkundlichen Ersterwähnung bis zur Gegenwart, Berlin 2011.
    • Urkundliche Ersterwähnung Mahlows, Geheimes Staatsarchiv PK, VII. HA Urkunden, Nummer 400.

    Dr. Susanne Wölfle-Fischer im März 2026

  • Die Teltower Sagen

    Was haben der Dorfteich in Jühnsdorf, der Windmühlenberg in Glasow und der alte Kirchhof in Dahlewitz gemeinsam? Die Antwort überrascht: Alle drei Orte sind Schauplatz einer Sage.

    Rund 15 solcher Sagenorte befinden sich auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Blankenfelde-Mahlow. Hier treiben Riesen, Kobolde und Gespenster ihr Unwesen, ein kopfloser Reiter soll durch die Nacht ziehen und sogar der Teufel hinterließ seine Spuren.

    Dass diese Geschichten bis heute überliefert sind, ist vor allem zwei engagierten Heimatforschern zu verdanken: den Lehrern Fritz Jungnitsch aus Mahlow und Walter Garnatz aus Groß Kienitz. Beide lernten sich Ende der 1920er Jahre über den Heimatmuseumsverein des Kreises Teltow kennen und fassten den Entschluss, die mündlich überlieferten Sagen der Region zu sammeln und für die Nachwelt festzuhalten.

    Wie wenig die Teltower Sagenwelt bis dahin erforscht war, zeigt ein Blick in das Werk Die Sagen der Mark Brandenburg von Wilhelm Schwarz aus dem Jahr 1871. Während dort zahlreiche Überlieferungen aus Potsdam, dem Havelland oder der Uckermark enthalten sind, fehlen Sagen aus dem Teltow vollständig.

    Nach ersten Veröffentlichungen in der Heimatbeilage Heimat und Ferne des Teltower Kreisblatts sowie im Teltower Kreiskalender erschien schließlich 1932 die Sammlung Teltower Sagen. Erstmals wurden darin nahezu 200 Sagen veröffentlicht, die durch Befragungen in zahlreichen Ortschaften des Kreises zusammengetragen worden waren. Die Drucklegung beim Berliner Verlag August Scherl konnte nur dank einer umfangreichen Vorausbestellung durch den Kreis Teltow finanziert werden.

    Heute ist das Buch nur noch antiquarisch erhältlich. Umso wertvoller sind die darin bewahrten Geschichten, die einen faszinierenden Einblick in die Vorstellungswelt vergangener Generationen geben. Zwei Beispiele aus dem Gebiet der heutigen Gemeinde Blankenfelde-Mahlow sollen dies verdeutlichen.

    Herr von Zülow auf Dahlewitz

    Vor mehr als hundert Jahren gehörte das Gut Dahlewitz einem Herrn von Zülow, über dessen Leben zahlreiche Geschichten erzählt wurden. Sein Tod soll ebenso ungewöhnlich gewesen sein wie sein Wesen. Einer Überlieferung zufolge wurde er von einem durchgehenden Schimmel so unglücklich gegen ein Stalltor geschleudert, dass er dabei den Kopf verlor. Andere Berichte erzählen, er habe sich bei einem wilden Ritt im Wald tödlich verletzt.

    Beigesetzt wurde er in der Gruft neben der Dahlewitzer Kirche. Doch Ruhe fand er der Sage nach nicht. In hellen Mondnächten soll er noch immer auf einem weißen Pferd entlang des Grenzgrabens reiten – den eigenen Kopf unter dem Arm tragend. Andere wollen ihn auf dem alten Kirchhof neben seiner Gruft gesehen haben.

    Nach dem Bericht des Lehrers Max Griesbach in Dahlewitz, aus: Walter Garnatz/Fritz Jungnitsch (Herausgeber), Teltower Sagen, Berlin 1932, Seite 7.

    Die geraubte Glocke

    "Als die Blankenfelder in ihrer Kirche die erste Glocke aufhängten, war der Teufel sehr böse. Er wollte die Glocke rauben. Um Mitternacht ging er über den Kirchhof hinweg in die Kirche. Der Nachtwächter hatte ihn aber erkannt, und er weckte gleich die Bauern. Als sie an den Kirchturm kamen, hatte der Teufel die Glocke schon abgenommen und erhob sich gerade mit ihr, um nach dem Jühnsdorfer Wald zu fliegen. Die Bauern rannten hinterher und warfen mit Eichenknüppeln nach ihm. Der Teufel bekam plötzlich einen Schlag, erschrak darüber und ließ die Glocke fallen. Sie sank tief in die Erde hinein. Am nächsten Tage gruben die Blankenfelder ihre Glocke wieder aus. An dieser Stelle liegt heute der Dorfpfuhl."

    Nach dem mündlichen Bericht des Gutsgärtners H. Ziedrich in Blankenfelde, aus: Walter Garnatz/Fritz Jungnitsch (Herausgeber), Teltower Sagen, Berlin 1932, Seite 45.

    Verwendete Literatur:

    • Wilhelm Schwarz, Sagen der Mark Brandenburg, 9. Auflage, Berlin ohne Jahr.
    • Walter Garnatz/Fritz Jungnitsch, Die geschichtlichen Sagen des Kreises Teltow, in: Teltower Kreiskalender, 28. Jahrgang (1931), Seite 42-48.
    • Walter Garnatz/Fritz Jungnitsch, Die Teltower Sagen, Sagen und Geschichten aus dem Kreise Teltow, Berlin 1932.
    • Heimat und Ferne, Ausgaben vom 7. und 28. Januar 1930, 18. und 25. Februar 1930, 18. März 1930 sowie 26. April 1932.
    • Susanne Wölfle-Fischer, Wie Walter Garnatz Geschichte und Kultur des Kreises Teltow bereicherte, in: Heimatjahrbuch Teltow-Fläming 2007, Seite 100-106.

    Dr. Susanne Wölfle-Fischer im Februar 2026

  • Der Lehrer und Heimatforscher Walter Garnatz

    Es war ein Zufall der Walter Garnatz nach Groß Kienitz führte. Ein Zufall immerhin, der sich, was die Erforschung der Ortsgeschichte angeht, als ausgesprochener Glücksfall erweisen sollte. Es war die Heimatgeschichte, die Garnatz als Lehrer, Küster und Organist des kleinen Teltow-Dorfes mit Passion verfolgte.

    Dieser Passion sind letztlich Ergebnisse zu verdanken, die noch heute eine wesentliche Grundlage für all diejenigen bilden, die sich mit der Geschichte unserer Region im Allgemeinen und der der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow im Besonderen beschäftigen.

    Walter Garnatz kam durch den Stellentausch mit Konrad Genandt nach Groß Kienitz. Er hatte bereits berufliche Erfahrung an der fünfklassigen Schule der im Niederbarnim gelegenen Gemeinde Fichtenau gesammelt.

    Der durch die Teilnahme am Ersten Weltkrieg gesundheitlich angegriffene Garnatz, nannte in seinem Bewerbungsschreiben, das er im Oktober 1921 an die Regierung in Potsdam richtete, zwei Gründe, die ihn zum Ortswechsel bewegten:

    "durch Tausch könnte ich die Lehrerstelle an der einkl. Volksschule zu Grosskienitz b. Dahlewitz, Krs. Teltow, erhalten. Ich bitte hierdurch gehorsamst, mich zum 1.1.1922 dort anzustellen. Grosskienitz ist für mich in gesundheitlicher Beziehung besonders geeignet u. würde mir ermöglichen, Weihnachten meine verlobte Braut heimzuführen."1

    Zehn Jahre lang war Walter Garnatz nach seiner Versetzung zum 1. Januar 1922 in Groß Kienitz tätig. Erste Pläne den Ort wieder zu verlassen, bestanden bereits seit Anfang 1924, Anlass war die geringe Schülerzahl. Am 5. November 1925, im Alter von 31 Jahren, richtete Walter Garnatz ein Versetzungsgesuch an die Regierung:

    "Ich habe jetzt nur noch 9 Schulkinder (…) diese kleine Zahl macht es mir unmöglich, auf dem Gebiet der Schülerwanderungen, der Jugendspiele, der Turn= und Sportveranstaltungen u.a.m. selbständig zu arbeiten. Die Kleinheit unseres Ortes zieht auch allen Veranstaltungen volkserziehlicher Art recht enge Grenzen. Ich sehne mich danach endlich wieder auf größerem Wirkungsfelde arbeiten zu können."2

    Dieser Wunsch wurde in den kommenden Jahren nicht erfüllt. Erst, als zu Beginn der 1930er Jahre, eben wegen der geringen Schülerzahl, die Schließung der Dorfschule so gut wie feststand, konnte sich Garnatz nach Rangsdorf bewerben. Zur Auflösung der Schule kam es indessen vorerst nicht, die Lehrerstelle wurde ab April 1932 vertretungsweise mit Walter Eckert besetzt.

    Die Jahre in Groß Kienitz waren zugleich die Jahre, in denen Walter Garnatz als Heimatforscher besonders hervortrat. Als 1924 mit der Beilage zum Teltower Kreisblatt eine Heimatbeilage zum Teltower Kreisblatt geschaffen wurde, begann er diese zur Veröffentlichung seiner Nachforschungen zu nutzen.

    Der Heimatforscher veröffentlichte Artikel wie "Zwei Gemeinden unseres Kreises vor Gericht im Jahre 1792", oder "Herr von der Lieppen auf Blankenfelde klagt im Jahre 1765 gegen die Großkienitzer Bauern".

    Ähnlich verhält es sich mit dem Teltower Kreiskalender, für den Walter Garnatz viele seiner in der Heimatbeilage des Kreisblatts bereits veröffentlichten Artikel noch einmal überarbeitete und vertiefte. Darunter zum Beispiel der Beitrag „Von den Groß Kienitzer Totenkronen“, die bis in die 1920er Jahre in der Sakristei der Dorfkirche zu sehen waren und seitdem als verschollen gelten.

    Verwendete Literatur:

    Susanne Wölfle-Fischer, Wie Walter Garnatz Kultur und Geschichte des Kreises Teltow bereicherte. Der Heimatforscher kam vor 85 Jahren als Lehrer nach Groß Kienitz, in: Heimatjahrbuch Teltow-Fläming 2007, Seite 100 – 106.

    Susanne Wölfle-Fischer, 700 Jahre Groß Kienitz. Geschichte und Gegenwart (1305-2005), o.O. 2005.

    Quellenangaben:

    (1) Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Rep. 2A, Nummer 720, Schreiben vom 10. Oktober 1921.

    (2)  Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Rep. 2A, Nummer 720, Schreiben vom 5. November 1925.

    Dr. Susanne Wölfle-Fischer im Januar 2026

  • Heimat und Ferne. Die Heimatbeilage des Teltower Kreisblatts

    "Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte; Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land." Es sind diese wohlbekannten Zeilen aus der Feder Eduard Mörikes, die uns alle Jahre wieder stimmungsvoll nahe bringen, dass jeder Winter irgendwann ein Ende findet, die Natur neu ergrünt und die Sonne bald wieder warme Strahlen vom Himmel sendet.

    Viele Zeitgenossen zieht es dann nach Draußen, ob auf Schusters Rappen oder als Pedalritter, während die Häuslicheren unter uns die eigenen vier Wände einem gründlichen Frühjahrsputz unterziehen. Die ganz Fleißigen machen auch vor dem Dachboden nicht halt und dort soll ja schon mancher Schatz gehoben worden sein, gerne auch heimatkundlicher Art.

    Typische Fundstücke sind alte Zeitungen, ob ordentlich gebündelt, oder als Verpackungsmaterial für Gegenstände, die oft jahrzehntelang auf Speichern schlummern. Mit Sicherheit lässt sich behaupten, dass hier noch manches Exemplar von Heimat und Ferne, der Heimatbeilage des Teltower Kreisblatts zu finden ist.

    Heimat und Ferne erschien erstmals im Jahr 1924, zunächst noch unter dem Namen Beilage zum Teltower Kreisblatt. Im Juni 1926 erfolgte die Umbenennung in Heimat und Ferne, ab August 1935 dann in Unser Teltow. 1939 wurde die Veröffentlichung eingestellt.

    Wichtig ist, im Zusammenhang mit der Heimatbeilage auf den Heimatmuseumsverein Kreis Teltow zu sprechen zu kommen, der ab Juli 1931 Mitherausgeber des Blattes war. Hier wiederum gilt es das Augenmerk auf einige Mitglieder des Vereins zu richten, die aus einem Ortsteil der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow stammten oder für einige Jahre wirkten und sich als Heimatforscher hervortaten.

    Zu nennen ist hier Franz Möbius, der von 1919 bis 1930 als Lehrer in Blankenfelde tätig war und sich als Vorsitzender des Kreislehrervereins Teltow engagierte. "Lern' am Vergangenen die Gegenwart Versteh'n. Und in dem Heut das Gestern seh'n." Ein Leitspruch, der ihn in seiner Blankenfelder Zeit begleitete und aus der Qualität seiner Artikel in Heimat und Ferne spricht, wobei u.a. die Blankenfelder Kirchengeschichte und die napoleonischen Befreiungskriege sein Interesse weckten.

    Seine eigentliche Bedeutung erhielt Möbius jedoch durch den Einsatz, mit dem er sich für die Gründung des oben genannten Heimatvereins einsetzte. Für einen systematischen Aufbau des Heimatmuseums, wandte er sich an Georg Mirow, den Leiter des Lebuser Kreismuseums und Geschäftsführer des Verbandes Brandenburgischer Heimatmuseen, der ihm Unterstützung zusagte.

    Adolf Kammann kam im September 1893 als Lehrer nach Groß Kienitz. Auch nach seiner Pensionierung im Dezember 1910 blieb er hier zeitlebens wohnhaft. Im Januar 1939 verstarb er in seinem Haus „Villa Immenheim“, einem markanten Gebäude, das viele vom Vorbeifahren kennen. Es liegt linkerhand an der Straße von Groß Kienitz nach Rotberg. Das Grab Kammanns ist heute noch erhalten und liegt direkt hinter der Groß Kienitzer Kirche.

    Mit ganzer Leidenschaft verschrieb sich der Lehrer der Imkerei und dem Sammeln der heimischen Flora. In Heimat und Ferne berichtete er von den Heimatwanderungen des Vereins. Verfasste aber unter anderem auch Artikel zu den klimatischen Bedingungen von Groß Kienitz und den Flurnamen des Ortes.

    Walter Garnatz, ein Nachfolger Adolf Kammanns, war von Januar 1922 bis April 1932 ebenfalls Lehrer in Groß Kienitz. Er hatte bereits einige Jahre in Fichtenau, einer Gemeinde im Niederbarnim unterrichtet, als er durch einen Stellentausch nach Groß Kienitz kam. Er betrieb detaillierte heimatkundliche Nachforschungen und veröffentlichte unter anderem Artikel zu Groß Kienitz im 17. und 18. Jahrhundert.

    Willy Lademann ist sicherlich der bekannteste Heimatforscher der Gemeinde. Der promovierte Philologe entstammte einer Jühnsdorfer Lehrerfamilie. Wie sehr sein Andenken in Jühnsdorf gewahrt wird, zeigt sich daran, dass sein Grab und die Gräber seiner Vorfahren auf dem Jühnsdorfer Kirchhof erst 2023 sorgfältig restauriert wurden.

    Wie kein Zweiter machte sich Lademann um den Erhalt und die Erforschung des Teltower Platt verdient. Er legte nicht nur das Wörterbuch der Teltower Volkssprache vor, sondern nutzte häufig auch Heimat und Ferne, um über die Ergebnisse seiner Nachforschungen zu berichten.

    Diesen vier Männern ist eine Fülle von Artikeln zu verdanken, die noch heute, fast hundert Jahre nach ihrem Erscheinen, eine wichtige Quelle für Historiker und Heimatforscher bilden, die sich mit der Geschichte der Gemeinde und des Teltow beschäftigen.

    Wer nicht auf dem Dachboden nachsehen möchte, Heimat und Ferne kann in verschiedenen Einrichtungen eingesehen werden, unter anderem im Museum des Teltow in Wünsdorf.

    Verwendete Literatur:

    • Beilage zum Teltower Kreisblatt, Januar 1924 - Juni 1926.
    • Heimat und Ferne, Beilage zum Teltower Kreisblatt, Juni 1926 - Juli 1935.
    • Unser Teltow, Beilage zum Teltower Kreisblatt, August 1935 - September 1939.
    • Susanne Wölfle-Fischer, Franz Möbius, in: Blankenfelde. Geschichte und Erinnerungen, herausgegeben von Helmut Morsbach, Herzberg/Elster 2016, Seite 335-337.
    • Susanne Wölfle-Fischer, 700 Jahre Groß Kienitz. Geschichte und Gegenwart (1305-2005), Groß Kienitz 2005.
    • Susanne Wölfle-Fischer, Das Museum des Teltow zwischen Tradition und Zukunft 1927-1968/1994-2004, herausgegeben von Museum des Teltow in Wünsdorf, mit Unterstützung des Vereins "Freunde der Geschichte des Teltow e.V.", Wünsdorf 2004

    Dr. Susanne Wölfle-Fischer im April 2026

  • Das Grab Willy Lademanns

    Wer in Jühnsdorf das Auto einmal abstellt und auf der Bank vor dem Kirchengebäude Platz nimmt, wird reich belohnt. Es braucht ein wenig Zeit, Fahrzeuge und moderne Bebauung, die sich immer wieder in den Blick drängen wollen, auszublenden. Doch gelingt das, eröffnet sich für den Betrachter eine Idylle, wie sie nur ein märkisches Dorf an einem heißen Sommertag zu zeigen vermag.

    Vergangenheit und Gegenwart scheinen ineinander überzugehen. Fragen zur Geschichte von Kirchengebäude, Kirchhof und dem gegenüberliegenden Gutshaus drängen sich auf.

    Ja, hier könnten viele Geschichten erzählt werden. Eine davon ist die Lebensgeschichte des Heimatforschers Dr. Willy Lademann.

    Georg Hermann Wilhelm Lademann wird am 5. März 1884 in Jühnsdorf geboren. Er ist eines von vier Kindern des Dorfschullehrers Adolf Lademann und dessen Frau Luise, eine geborene Krüger.

    Die Lademanns sind eine im Dorf angesehene Familie. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts versehen sie das Amt des Lehrers und damit auch das des Küsters. Das heißt neben dem unterrichten der Dorfjugend, waren sie dazu verpflichtet, bei Gottesdiensten die Orgel zu spielen, die Glocken zu läuten und Ähnliches mehr.

    Bis zum 10. Lebensjahr wird Willy Lademann von seinem Vater in der Dorfschule unterrichtet. Seine Eltern müssen die schnelle Auffassungsgabe des Sohnes früh bemerkt haben, so jedenfalls lässt sich seine Versetzung auf die Mittelschule in Köpenick und wenige Jahre später auf das Reformgymnasium in Schöneberg erklären.

    Im Jahr 1904 immatrikuliert sich Willy Lademann für die Fächer Geschichte und klassische Philologie an der Universität Berlin. Nach einem kurzen Abstecher an die Universität Tübingen, legt er 1913 in Berlin das Staatsexamen für das höhere Lehramt ab.

    Bereits ein Jahr später promoviert er in Basel mit einer vollständig in Latein verfassten Arbeit zu attischen Inschriften. Dabei fällt der Abschluss seiner Promotion zufällig auf seinen 30. Geburtstag. Nach seiner Assessorenzeit in Neuruppin zieht er schließlich als Studienrat nach Berlin und ist dort bis 1949 als Lehrer tätig.

    Hervorgetreten und in Erinnerung geblieben ist Willy Lademann aber nicht durch seine Lehrtätigkeit in Berlin, sondern durch die aufwändige Erforschung des Teltower Platt. Bereits im Studium beginnt er heimatkundliche Studien zu betreiben.

    Seine sorgfältig recherchierten Ergebnisse veröffentlicht er ab 1909 im Teltower Kreiskalender und dessen Nachfolger dem Heimatkalender für den Kreis Zossen. Zahlreiche Artikel sind auch in "Heimat und Ferne" und "Unser Teltow", den Heimatbeilagen des Teltower Kreisblatts zu finden.

    Neben der Recherche in Archiven erwandert der Heimatforscher Sonntag für Sonntag die Orte des Teltow, um die Bevölkerung nach Bräuchen und Begriffen des Teltower Platt zu befragen. "Ik hä doabei di Lüde upt Mul jekääken un schöne tuejehörkt", hat er sich selbst dazu geäußert.

    Als Ergebnis seiner jahrzehntelangen Sammeltätigkeit veröffentlicht er 1956 im Akademie-Verlag das "Wörterbuch der Teltower Volkssprache". Über 8.000 Wörter haben hier in alphabetischer Ordnung, in Wendungen, Reimen und Satzzusammenhängen Eingang gefunden.

    Diese werden durch eine detaillierte Schilderung seines Geburtsortes Jühnsdorf ergänzt. Diese Forschung kommt später sowohl der brandenburgischen Namensforschung, als auch dem Brandenburgisch-Berlinischen Wörterbuch zu gute.

    Für seinen unschätzbaren Beitrag, eine im Schwinden begriffene Volkssprache für spätere Generationen zu bewahren und in Anerkennung seiner Verdienste, verlieh ihm die Akademie der Wissenschaften der DDR 1964 die Leibniz-Medaille.

    Am 17. August 1976 verstirbt Willy Lademann im Alter von 92 Jahren in Berlin. Beigesetzt wird er auf dem Kirchhof in Jühnsdorf, in unmittelbarer Nähe zu seinen Vorfahren. Es handelt sich um die letzte Beisetzung, auf dem kleinen, bereits im Jahr 1900 geschlossen, Kirchhof.

    Wie sehr das Andenken des Heimatforschers in Jühnsdorf auch heute noch geschätzt wird, zeigt sich daran, dass sein Grab und die Gräber seiner Vorfahren, erst 2023 sorgfältig restauriert wurden.

    Abschließend sei gesagt, dass auch die Gräber des Adelsgeschlechts derer von dem Knesebeck 2023 restauriert wurden. Doch das ist eine andere Geschichte, aber auch sie will erzählt werden.

    Ich danke Frau Bärbel Wunsch, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Blankenfelde-Jühnsdorf für ihre Unterstützung

    Verwendete Literatur:

    • Heinz Gebhardt, Dr. Willy Lademann zum Gedächtnis, in: Heimatkalender für den Kreis Zossen 1978, Seite 74-76.
    • Gerhard Glau, Das Teltower Platt (Heimatverein Zossen Heruasgeber), Zossen 2021.
    • Detlef Klaar, Erinnerung an zwei verdienstvolle Persönlichkeiten des Kreises Teltow, in: Heimatjahrbuch Teltow-Fläming 2001, Seite 60-63.
    • Wilhelmus Lademann, De Titulis Atticis quaestiones orthographicae et grammaticae, (Diss), Kirchhain 1915.
    • Willy Lademann, Wörterbuch der Teltower Volkssprache, Berlin 1956.
    • Susanne Wölfle-Fischer, Als Heimatforscher unvergessen: Zum 30. Todestag von Willy Lademann, in: Amtsblatt der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, 16. August 2006, Seite 16.
    • Bärbel Wunsch, Familiengräber an Dorfkirche Jühnsdorf restauriert, in: Gemeindejournal Blankenfelde-Mahlow, Dezember 2023, Seite 22.

    Dr. Susanne Wölfle-Fischer im September 2025

  • Das Försterdenkmal in Groß Kienitz

    Gut 100 Jahre ist es jetzt her, dass es in Groß Kienitz zu einer schrecklichen Tragödie kam, die inzwischen weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Wie alle Tragödien, verdankte sie ihre Entstehung einer unglücklichen Verkettung von Zufällen, die in diesem Fall für drei Menschen tödlich enden sollte.

    Der 2. April 1920 fällt auf einen Karfreitag. Trotz des Feiertags unternimmt Paul Schulz, Förster des Selchower Guts, einen Reviergang durch den bewaldeten Teil des Groß Kienitzer Bergs. Unbemerkt stößt er dabei auf zwei Wilderer, die wohl davon ausgegangen sind, an einem Feiertag ungestraft zu einem Stück Wildbret zu kommen.

    Der junge Förster ist auf einen Schusswechsel nicht vorbereitet, deshalb beschließt er zunächst zum Gut zurückzukehren, um dort seine Schrotflinte, eine Schusswaffe, von geringer Reichweite, gegen ein Militärgewehr, eine wesentlich weitreichendere und zielgenauere Waffe einzutauschen.

    Auf dem Gut angekommen, erstattet Paul seinem Vater, Gutsinspektor Schulz und dem Rechnungsführer des Guts Bericht. Die drei Männer bewaffnen sich und beschließen ein Fuhrwerk zu nehmen, um möglichst schnell zum Tatort zurückzukehren und die Wilderer zu stellen. Verhängnisvollerweise steigt auch der jüngere Bruder des Försters, der erst 16-jährige Willi mit auf den Wagen.

    Auf der Suche nach den beiden Wilderern durchstreifen die vier Männer das Gebiet systematisch im Abstand von 50 Schritten. Schließlich überrascht Paul Schulz die beiden Wilddiebe, die gerade in einer Geländemulde ein Reh zerlegen. Er ruft die Männer an, sich zu ergeben, bringt aber seine Waffe nicht in Anschlag. Die beiden Wilderer dagegen, haben ihre Gewehre schussbereit hinter einem Baum stehen.

    Kurz darauf wird der Förster tödlich ins Herz getroffen. Sein jüngerer Bruder erhält einen Bauchschuss, als er dem Sterbenden zu Hilfe eilen will. Der 16-Jährige verstirbt wenig später auf dem Weg ins Krankenhaus. Zu Tode kommt auch einer der beiden Wilderer. Er erhält durch den Gutsinspektor zunächst einen Schuss in den Oberschenkel, dann einen Schuss in die Brust, während sein Komplize Richtung Berlin fliehen kann.

    Soweit der Tathergang, wie er aus Otto Busdorfs Buch "Wilddieberei und Förstermorde" hervorgeht.

    Die Suche nach dem Täter

    Vor allem der Faktor Zeit sollte für die Aufklärung des Unglücks eine maßgebliche Rolle spielen. Doch gerade auf ihn, wirkten sich die Verwaltungsstrukturen des Kreises Teltow erschwerend aus. Die Verfolgung der Straftat fiel in die Zuständigkeit von Landrat Dr. Adolf von Achenbach. Dieser verwaltete den Landkreis aber nicht mehr vom Gutshaus in Jühnsdorf aus, also in räumlicher Nähe zum Tatort, sondern vom weit entfernten Kreishaus in der Viktoria-Straße in Berlin.

    Nicht vergessen werden darf, dass es zu dieser Zeit noch keine Landeskriminalpolizei gab, sondern bei solchen Straftaten, die ohnehin schwach besetzte Kriminalpolizei in Berlin tätig werden musste. Mit der Ermittlung wurde schließlich der bereits oben genannte Otto Busdorf, Kriminalkommissar am Polizeipräsidium in Berlin, betraut.

    Busdorf kam erst mehrere Tage nach den Morden mit einem Vertrauensmann am Tatort an. Zu dieser Zeit waren Paul und Willi Schulz bereits unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Selchow beigesetzt worden. Unbeerdigt war jedoch noch der getötete Wilderer, in dem der Kriminalkommissar einen wegen Wilderei vorbestraften Mann namens Lentze, aus Berlin, erkannte. Bekannt war ihm auch Lentzes Komplize, ein ebenfalls wegen Wilderei vorbestrafter Berliner, namens Josef Bumblat.

    Wie sich später herausstellte, hatte sich Bumblat nach der Tat für einige Zeit ins Ausland abgesetzt. Er arbeitete unter falschem Namen als Schiffsheizer auf der Strecke zwischen Riga und Dänemark. Gefasst werden konnte Bumblat erst, nachdem er nach Berlin zurückgekehrt war. Bei der Vernehmung auf dem Polizeipräsidium in Berlin, versuchte er den Mord an den Brüdern auf seinen getöteten Komplizen zu schieben.

    Unglücklicherweise waren sämtliche Patronenhülsen längst von Schaulustigen vom Tatort entfernt und viele Spuren verwischt worden. Deshalb blieb zur weiteren Ermittlung, keine andere Lösung, als die Exhumierung von Paul und Willi Schulz. Nur so konnte letztlich festgestellt werden, dass die beiden jungen Männer durch die Schüsse aus Bumblats Karabiner und nicht aus Lentzes Büchsflinte erschossen worden waren. Bumblat wurde schließlich zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.

    Das Försterdenkmal

    Zur Enthüllung des Försterdenkmals kam es sechs Jahre später. Wieder war es ein 2. April und erneut fiel dieser auf einem Karfreitag. An diesem Feiertag begingen die Gemeinden Groß Kienitz und Selchow eine Gedenkfeier, die an die Tat erinnerte.

    Auf Wunsch des bereits verstorbenen Besitzers des Selchower Guts, Gustav Neuhauß, wurde auf dieser Feier von seiner Witwe und seinem Sohn, ein Denkmal eingeweiht, dass an den Tod der beiden jungen Männer erinnern sollte.

    Die Vereine der beiden Orte waren mit ihren Bannern auf die Kuppe des Groß Kienitzer Bergs gekommen. Nach der Eröffnungsrede und der von Pfarrer Johannes Matzke gehaltenen Weiherede, stimmten der Turner und der Kriegerverein das Lied "Ich hatte einen Kameraden" an.

    Doktor von Badewitz-Siethen sprach im Namen des Deutschen Wildschutzverbandes Worte der Anerkennung für das tapfere verhalten von Paul und Willi Schulz aus. Er und ein Forstbeamter legten Kränze nieder, dem sich die Gemeinden Groß Kienitz und Selchow anschlossen.

    Bis zum heutigen Tag erinnert das Försterdenkmal mit seiner Inschrift: "Hier wurden am Karfreitag d. 2. April 1920 in treuester Pflichterfüllung Gutsförster Paul Schulz und sein Bruder Willi Schulz von Wilderern ermordet", an die Ereignisse von vor nunmehr 105 Jahren.

    Verwendete Literatur:

    • Brandenburgisches Biographisches Lexikon, herausgegeben von Friedrich Beck und Eckart Henning, Potsdam 2002.
    • Otto Busdorf, Wilddieberei und Förstermorde, Brandenburg/Havel 1928.
    • Willy Heinelt, Der dramatische Kampf mit Wilderern auf dem Groß Kienitzer Berg, in : Heimatkalender für den Kreis Zossen (1965), Seite 96-99.
    • A. Kammann, Zweite diesjährige Heimatwanderung des Teltower Heimatmuseumsvereins am 7. Juni., in: Heimat und Ferne. Beilage zum Teltower Kreisblatt, Nummer 26, 30. Juni 1931
    • Claudia Wilke, Die Landräte der Kreise Teltow und Niederbarnim im Kaiserreich. Eine biographisch-verwaltungsgeschichtliche Studie zur Landesverwaltung in der Provinz Brandenburg (herausgegeben von der Brandenburgischen Historischen Kommission e.V., Bd. 2) Potsdam 1998.
    • Susanne Wölfle-Fischer, 700 Jahre Groß Kienitz. Geschichte und Gegenwart (1305-2005), Berlin 2005.

    Dr. Susanne Wölfle-Fischer im Oktober 2025


  • Der Rote Dudel in Mahlow

    Der Rote Dudel ist ein aus wenigen Straßen bestehender Teil Mahlows, der ganz im Norden der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow liegt. Doch nicht wegen ihrer geringen Größe, sondern ihres Namens wegen, sorgt die am äußersten Ende der Trebbiner Straße gelegene Ansiedlung häufig für Nachfragen und Erklärungsversuche.

    In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts erreichte den Rat der Gemeinde Mahlow beispielsweise die Anfrage, ob das Wort "Rot" eventuell politisch motiviert sei, was von diesem verneint wurde.

    Der Volksmund wiederum erzählt sich, dass in den ersten Jahren nach Entstehung des Wohnplatzes "Roter Dudel", ein Mann mit geistiger Behinderung und brandrotem Haar sich hier aufgehalten haben soll und der Name sich von ihm herleite.

    So einzigartig die Bezeichnung Dudel im Zusammenhang mit Mahlow vielleicht erscheint, zeigt ein Blick ins Historische Ortslexikon für Brandenburg, dass sich der Begriff "Dudel" allein in Brandenburg 11 Mal findet. In der Priegnitz, ebenso wie in den früheren Kreisen Beeskow-Storkow und Teltow. Einzigartig in Brandenburg ist lediglich die Bezeichnung "Roter Dudel".

    Um 1900 war Mahlow ein Ort mit 48 Häusern, die sich hauptsächlich in der Nähe der Kirche, also dem eigentlichen Ortskern befanden. Von hier aus begann der allmähliche Ausbau Mahlows, der keinesfalls als willkürlich bezeichnet werden kann.

    Einen ersten Bebauungsplan verabschiedete der Gemeinderat Mahlow im Jahr 1908. Eine erste Kolonie war zu dieser Zeit auf ehemaligem Gutsgelände in der Heimstättenstraße durch die gleichnamige Heimstätten AG errichtet worden, der Bahnhofsvorplatz trug zu dieser Zeit den Namen Heimstättenplatz.

    Erste Gebäude entstanden auch in der Trebbiner Straße, wie beispielsweise die vom Berliner Geschäftsmann Georg Fischer errichtete "Villa Fischer", im Volksmund ihrer grünen Ziegel wegen besser als "Grüne Villa" bekannt. Um 1910 wurde dann im "Roten Dudel", außerhalb der eigentlichen Ortslage Mahlows an der Chaussee nach Berlin gebaut.

    Wer sich die bauliche Entwicklung Mahlows so vor Augen führt, wird auf die Bedeutung des Wortes "Dudel" direkt hingeführt. Es bezeichnet eine Ausbaute, ein abgelegenes Gebäude oder Flurstück außerhalb der eigentlichen Ortslage. In seiner ursprünglichen Bedeutung war der Begriff negativ besetzt, herablassend, sogar verächtlich gemeint. Dieser Zusammenhang ist glücklicherweise längst in Vergessenheit geraten.

    Doch wie verhält es sich mit der Bezeichnung "Rot"? Erneut hilft hier der Blick auf alte Karten und in die ältere Literatur. Bereits Dr. Willy Lademann ging der Herkunft des Namens "Roter Dudel" nach. Der Sprachforscher aus Jühnsdorf beschreibt in seinem 1956 erschienenen "Wörterbuch der Teltower Volkssprache" den "Rode Dudl" als ein Stück Heide oder Wald an der Chaussee auf der Grenze von Mahlow nach Lichtenrade.

    Letzte Klärung bringt schließlich das Urmesstischblatt (Bl. 1976) von 1831 auf dem sich in unmittelbarer Nähe zur heutigen Lage des "Roten Dudel", der "Große Röthe Pfuhl" eingetragen findet. Als "Röten" wurden flache Wasserstellen bezeichnet, in denen Flachs vor der Weiterverarbeitung zu Leinen eingeweicht wurde. Durch das Einweichen der Stängel färbte sich das Wasser rötlich.

    Letztendlich verdankt der "Rote Dudel" den Namen also seiner früheren Lage außerhalb der Ortslage von Mahlow und der Nähe zu einem Pfuhl.

    Dr. Susanne Wölfle-Fischer im Juli 2025

  • Das Prießnitzhaus im Gemeindeteil Glasow

    "Vorhin holte ich gerade Luft, um zu prahlen, wie großartig ich wieder beisammen bin, und wie ich mich jetzt auf die Arbeit werfen werde und gegen alle Mißlichkeiten angehe...", gibt eine Tagebucheintrag Einblick in die geheime Gedankenwelt seiner Schreiberin.

    Trügerische Vorfreude spricht aus den von Brigitte Reimann im Februar 1970 im "Krankenhaus Mahlow" verfassten Zeilen. Ernüchtert fährt sie fort: "Ja, und nun sind mir die Prahlereien im Halse steckengeblieben. Eben hat mir der Chefarzt behutsam beigebracht, daß mir auch etwas im Bauche wächst, aber eine böse Frucht."1

    Die von Harald Klingler-Mandig gestellte Diagnose lautete Krebs. Drei Jahre hatte die Schriftstellerin noch zu leben, bevor sie in Berlin, nicht einmal 40-jährig ihrem Krebsleiden erlag.

    "Franziska Linkerhand", der Roman an dem sie bereits seit sieben Jahren arbeitete und den die prominente Patientin nach ihrem mehrwöchigen Aufenthalt in Mahlow fertig stellen wollte, blieb unvollendet und erschien posthum.

    "Krankenhaus Mahlow", hieß das Prießnitzhaus zu dieser Zeit schon längst. Die nüchterne Bezeichnung, die das Gebäude 1952 erhalten hatte, lässt nicht mehr erkennen, wessen sich die Klinik Jahrzehnte zuvor verschrieben hatte. Die ironische Bezeichnung "Hungerburg", die der Volksmund mit Blick auf die strenge Diät der Patienten, bestehend aus Buttermilch, Hefetrank, Fruchtsäften, Gemüsebrühe und Schwarztee mit Bienenhonig prägte, kam der eigentlichen Idee schon näher.

    "Eins reicht dem anderen die Hand", pflegte Chefarzt Klingler-Mandig zu erklären, "wir spielen auf dem therapeutischen Klavier die weißen Tasten der Diätetik, die schwarzen Tasten der Physiotherapie und die Pedale von Gymnastik und Sport, und es erklingt unsere leider noch nicht allen Menschen bekannte medizinische Behandlungsmelodie".2

    Der Mediziner versuchte damit das Verständnis seiner Patienten für die unbequeme Behandlungsweise zu wecken. Viele zeigten sich in Anwesenheit des Arztes zwar einsichtig, nutzten auf den verordneten Spaziergängen jedoch die Gelegenheit, in der Gastwirtschaft Raedler einen Zwischenstopp einzulegen, um mit einer Bockwurst gegen ihre Hungergefühle anzugehen.

    Die Klinik wurde bereits während der Weimarer Republik als erstes Naturheilkrankenhaus Deutschlands errichtet und nach Vinzenz Prießnitz benannt. Ein Name, der dem Gebäude, das heute als Seniorenbetreuungszentrum des DRK dient, bis zum heutigen Tag erhalten geblieben ist.

    Vinzenz Prießnitz (1799-1851) war kein Arzt, sondern ein erfolgreicher Laie, der im frühen 19. Jahrhundert die Wasserheilkunde publik machte und damit seinen Ruf als "Wasserdoktor" festigte. Über 50 Anwendungen mit oder im Wasser, darunter auch der bis heute gebräuchliche Wadenwickel, gehen auf den Bauernsohn aus Schlesien zurück.

    Die Prießnitz-Kur beschränkte sich allerdings nicht allein auf die Behandlungen mit Wasser, sondern sah alle naturgemäßen Heilmittel wie Bewegung, Luft, Licht, Wärme, Ruhe, Hautreibungen und gesunde Ernährung vor.

    Jahrzehnte mussten vergehen, bevor seine Heilmethoden in Deutschland das erste Mal klinisch angewandt wurden. Die Wiege dazu stand in Glasow, im Norden des früheren Kreises Teltow. Am 3. Oktober 1926 fand hier die Grundsteinlegung für das erste Naturheilkrankenhaus Deutschlands statt. Etwa 300 Gäste waren auf das Waldgrundstück in der Lützow-Straße (heute Arnold-Böcklin-Straße), gekommen, um den ersten Stein zu einem Gebäude zu legen, um das jahrzehntelang gerungen worden war.

    "Im Prießnitzhaus wollen wir den Kranken zum Heile zeigen, wie es möglich ist, die inneren Kräfte der Natur der Heilkunst des Arztes dienstbar zu machen. … Möge darum dieses Haus eine Stätte der Genesung sein, eine Lehrstätte für die Heilkunst, der Ausgangspunkt einer neuen Lebensführung für alle, die es umfängt",3 hieß es in der Urkunde, die zusammen mit den Bauplänen, einer Vielzahl sich auf Naturheilkunde beziehender Schriften und einen Abreißkalenderblock für das Jahr 1927 dem Grundstein beigelegt wurde.

    Verwendete Literatur bzw. Zeitzeugengespräch:

    • Festschrift 40 Jahre Naturheilbewegung 1889-1929, o.O. 1929, Seite 91-93.
    • Gespräch mit Christlieb und Brunhilde Ludwig im August 2001
    • Harald-Klingler-Mandig, 50 Jahre Krankenhaus Mahlow, Teil I, in: Heimatkalender für den Kreis Zossen 1977, Seite 39-42 und Teil II, in: Heimatkalender für den Kreis Zossen 1978, Seite 38-41.
    • Susanne Wölfle-Fischer, Mit den Kräften der Natur den Kranken zum Heile. In Mahlow entstand vor über 75 Jahren das erste Naturheilkrankenhaus Deutschlands, in: Heimatjahrbuch Teltow-Fläming 2003, Seite 47-54

    Quellen

    (1) Brigitte Reimann, Die geliebte, die verfluchte Hoffnung. Tagebücher und Briefe 1947-1972, herausgegeben von Elisabeth Elten- Krause und Walter Lewerenz, Darmstadt 1986. Eintrag vom 16.2.1970, Seite 321.
    (2) Dieter Potzel, Der Dreiklang von Mahlow. Überraschende Einsichten mit längeren Aussichten, in: Märkische Volksstimme vom 11.12.1976
    (3) Festschrift 40 Jahre Naturheilbewegung 1889-1929, o.O. 1929, Seite 93

    Dr. Susanne Wölfle-Fischer im November 2025

  • Die Schälchensteine in Dahlewitz und Mahlow

    Wer die beiden Schälchensteine der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow entdecken will, muss schon ein wenig Entdeckergeist mitbringen und sollte ihre Lage ungefähr kennen. Beide sind fest in Mauerwerk verbaut, womit sie sich dem Blick völlig entziehen und quasi unsichtbar werden.

    Der kleinere der beiden Findlinge ist in einer Seitenmauer der Mahlower Kirche verborgen. Er ist 38 cm breit und 27 cm hoch. Besucher, die den Kirchhof durch das Eingangstor mit Kriegerdenkmal betreten, gehen auf dem Weg zum Eingang der Kirche, direkt an ihm vorbei.

    Verglichen dazu, ist der Riesenstein in Dahlewitz mit seinen 80 cm Breite und 48 cm Höhe ein richtiger Brocken. Er findet sich in der Kirchhofsmauer parallel zur Dahlewitzer Dorfstraße.

    Schälchensteine, auch Schalen- oder Näpfchensteine genannt, weisen auf ihrer Oberfläche eine große Anzahl sogenannter Schalengruben auf. Dabei handelt es sich um runde Eintiefungen. Dieses ungewöhnliche Erscheinungsbild gab ihnen für lange Zeit die Aura des Geheimnisvollen.

    Wie sind sie entstanden? Welchem Zweck haben sie einmal gedient? Das waren Fragen, auf die es keine Antwort gab. Gerne wurden sie mit heidnischen Ritualen in Verbindung gebracht, genau so gerne mit allerlei Spuk, wofür ihre überlieferten Namen Opferstein, Heidenstein, Hexenstein, Teufelstein, oder eben auch Riesenstein, sprechen. Um den Riesenstein in Dahlewitz rankt sich sogar eine eigene Sage:

    "Als man in Dahlewitz die Kirche erbaut hatte, wurde ein Riese darüber zornig, der auf den Großkienitzer Bergen wohnte. Er nahm einen großen Stein und schleuderte ihn nach dem Kirchturm, traf aber nicht, und der Stein fiel auf dem Kirchhof nieder. Später ist er in die Kirchhofsmauer mit eingemauert worden. Noch heute kann man die Finger des Riesen an dem Stein erkennen." (Zitiert aus: Walter Garnatz/Fritz Jungnitsch, Teltower Sagen. Sagen und Geschichten aus dem Kreise Teltow, Berlin 1932, Seite 31.)

    Auch heute geben die beiden Findlinge ihr Geheimnis nicht preis. Das liegt zum einen an ihrer einfachen Beschaffenheit, die kaum Rückschlüsse zu ihrer Entstehung zulässt, zum anderen daran, dass sie von ihrem Originalplatz entfernt und als Baumaterial verwendet wurden.

    Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Veröffentlichungen zum Thema Schälchenstein. Sie weisen nach, dass die Steine auf natürliche Weise, also durch Verwitterungsprozesse entstanden sein können. Viele von ihnen stammen aber auch von Menschenhand. Feldversuche zeigen, dass mit einer gewissen Übung eine Schalengrube in wenigen Minuten in einen Findling eingeschlagen werden kann. Die Herstellung ist also nicht so aufwendig, wie sie vielleicht erscheint.

    Dieser Artikel kann die vielen offenen Fragen zu den Schälchensteinen in Mahlow und Dahlewitz nicht beantworten. Das ist auch nicht beabsichtigt. Vielmehr möchte er das Wenige, das über sie bekannt ist, zusammenfassen und einige Aspekte nennen, unter denen Schälchensteine in der Forschung inzwischen diskutiert werden. Im Grunde soll der Artikel aber nur eines: auf die Besonderheit der Schälchensteine der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow als ein Stück Kulturgut hinweisen.

    Verwendete Literatur:

    • Torsten Capelle, Bilderwelten der Bronzezeit. Felsbilder in Norddeutschland und Skandinavien (Kulturgeschichte der antiken Welt, Band 116) Mainz am Rhein 2008
    • Walter Garnatz/Fritz Jungnitsch, Teltower Sagen. Sagen und Geschichten aus dem Kreise Teltow, Berlin 1932
    • Alfred Reichenberger/Harald Meller (Herausgeber), Magie. Das Schicksal zwingen (Begleithefte zu Sonderausstellungen im Museum für Vorgeschichte Halle, Band 10) Halle (Saale) 2024
    • Urs Schwegler, Was sind Schalensteine? Eine illustrierte Dokumentation über Schalenensteine, (Originaltext veröffentlicht im Schweizerisches Stein-Denkmäler Inventar 2016) ergänzt 2024, veröffentlicht in: https://www.academia.edu.

    Dr. Susanne Wölfle-Fischer im August 2025

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