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Wasserbehörde informiertStrenger Geruch am Glasowbach

Immer wieder fragen Bürger*innen nach, warum es derzeit im Bereich des Glasowbaches so streng riecht. Die Situation vor Ort entsteht durch natürliche Zersetzungsvorgänge in Verbindung mit geringem Wasseraustausch und wird durch die Untere Wasserbehörde wie folgt eingeschätzt:

Es handelt sich bei den Phänomenen um hinlänglich bekannte natürliche Vorgänge, die regelmäßig im Herbst/Winter in Gewässern auftreten. Durch hohe Laubeinträge und Absterbeprozesse im Gewässer in Verbindung mit fehlendem Wasseraustausch kommt es zu einer starken Sauerstoffzehrung. Dieses wird durch den geringen Wasserstand und die sehr geringe Fließbewegung begünstigt.

Die Abflüsse im Zülowgraben sind im September und Oktober auf Grund der überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen nach der langen Trockenheit wieder in Gang gekommen. Der November brachte leider nur ca. 25 % des Niederschlages in Bezug auf das langjährige Mittel und die Abflüsse gingen wieder zurück.

Die Weißfärbung des Gewässers entsteht, wenn ein hoher Nährstoffgehalt im Gewässer über einen längeren Zeitraum auf Grund der entstehenden Abbauprozesse zu einer dauerhaften starken Sauerstoffzehrung, bis hin zur Bildung von Schwefelwasserstoff führt.

Nun erfolgender Sauerstoffzutritt über die Wasseroberfläche führt zur Oxydation des Schwefelwasserstoffs und zur vorübergehenden Bildung von elementarem Schwefel der wiederum die Weißfärbung des Wassers verursacht. Eine Verbesserung des Zustands lässt sich nur durch die Verringerung der organischen Belastung sowie eine ausreichende Sauerstoffzufuhr bewirken.

Die beobachteten kleinen weißen Schauminseln sind ebenfalls natürlich entstanden. Es handelt sich um aufgeschäumte Eiweißverbindungen die aus organischen Materialien stammen. Diese organischen Materialien können zum Beispiel Abbauprodukte von Algen, Wasserpflanzen, Falllaub und Insekten sein. Eine Unterscheidung zu durch Tenside entstandenen Schaum ist meist durch die bei näherer Betrachtung und guten Lichtverhältnissen erkennbare regenbogenartige Färbung und auch durch den Geruch nach Waschmittel möglich. Eiweißschaum ist meist weiß/gelblich.

Bei dem ölähnlichen schimmernden dünnen Film auf der Wasseroberfläche handelt es sich um sogenannte Eisenchelatverbindungen. Dieses tritt häufig an Seen und Gräben mit überwiegender Grundwasserspeisung, also geringen Durchflüssen und hohen umgebenden Grundwasserständen, auf.

Hierbei handelt es sich um einen natürlichen Vorgang, der dazu dient, schwerlösliches Eisen in wässriger Lösung zu halten und damit den Pflanzen eine bessere Nährstoffversorgung zu ermöglichen. Durch einen einfachen Test kann Jeder die Unterscheidung zwischen Ölfilm und Eisenchelatverbindungen selbst durchführen: Einfach mit einem Stock in den Film stechen, den Stab wieder herausziehen und beobachten was passiert. Bleibt der Film zusammen und am Stock haften, ist es Mineralöl, zerbricht der Film und treibt auseinander ohne am Stock anzuhaften, ist es Eisenchelat.

Eine Einleitung von Abwasser kann anhand der beschriebenen Ausprägung ausgeschlossen werden.

Bei Nachfragen zum Thema wenden Sie sich gern direkt unter der Rufnummer 03371 608-2600 beziehungsweise per E-Mail uwe.strahl@teltow-flaeming.de an die Untere Wasserbehörde des Landkreises Teltow-Fläming.

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