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Rathaus der Gemeinde in der Ibsenstraße, Mahlow

Auch Ostern beginnt im Weinen – Gedanken zum Osterfest von Bürgermeister Michael Schwuchow

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das Osterfest fällt in diesem Jahr in eine besondere Zeit. Eine Zeit, in der Veranstaltungen abgesagt werden, Schulen schließen, Grundrechte teilweise außer Kraft gesetzt sind und das soziale Leben fast vollständig zum Erliegen kommt.

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Michael Schwuchow, Bürgermeister der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow

In Zeiten von Corona, in denen sich täglich, ja stündlich Gewissheiten ändern und Sicherheiten verloren gehen, in denen Selbstverständlichkeiten pulverisiert werden und unser Leben komplett auf den Kopf gestellt wird, ist es schwer, besonnen zu bleiben und einen kühlen Kopf zu bewahren.

Verständlich, denn sehen wir der Wahrheit ins Gesicht: Derzeit erlebt unser Land und der gesamte Kontinent, ja die gesamte Welt, die wohl größte Krise seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Unsere Solidargemeinschaft befindet sich in einer Bewährungsprobe.

Masken fallen

Wie gehen wir mit dieser Krise um? Halten wir zusammen, helfen wir Schwächeren und denken an das Allgemeinwohl? Oder siegt der Egoismus, die Ellbogengesellschaft, das Recht des Stärkeren? Ich denke, in Zeiten wie diesen zeigt sich der wahre Charakter des Menschen – Masken fallen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass jeder immer wieder aufs Neue entscheiden kann, was hinter der Maske zum Vorschein kommt. Wie solidarisch handele ich, wenn ich beispielsweise einen Jahresvorrat an Toilettenpapier einkaufe. Wie konsequent halte ich mich an Hygieneregeln und Vorsichtsmaßnahmen, die mir nichts bringen, aber andere Leben retten, und wie sehr beschränke ich meine sozialen Kontakte und halte mich an Anweisungen und Empfehlungen, die letztendlich allen zu Gute kommen?

Auch in unserer Gemeinde muss jeder seinen persönlichen Beitrag leisten und Opfer bringen. Ein „weiter-wie-bisher“ ist ausgeschlossen. Nur zusammen und nur gemeinsam können wir diese kritische Zeit überstehen.

Zueinander finden

Das anstehende Osterfest kann diesbezüglich als willkommenes Gleichnis dienen: Auch Ostern beginnt im Weinen.

Doch erinnert uns die Osterzeit auch daran, dass Not, Schmerz und dunkle Nacht sich wandeln können. Dass auf schwere Zeiten ein Wiederauferstehen folgen kann. Dass mit der Hoffnung das Leben zurückkehrt.

Ich kann Sie deshalb nur ermutigen: Bleiben Sie ruhig und bleiben Sie wohlgemut. Versuchen Sie der erzwungenen Pause aus dem Alltag auch Positives abzugewinnen. In vielen Familien rückt man derzeit zwangsläufig näher zusammen; lassen Sie uns auch darüber hinaus zusammenfinden und besser kennenlernen – durch Telefon, E-Mail und verschiedene Social-Media-Kanäle lassen sich soziale Kontakte auch ohne direkte Anwesenheit gefahrlos weiterpflegen.

Nehmen wir die Ängste, Einsamkeit und Nöte unserer Mitmenschen wahr, um nach Möglichkeit zu helfen. Lassen Sie uns an unseren Werten, an unseren Überzeugungen und an unserer Liebe festhalten.

Nur so kann unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft bestehen und nur so kommen wir, vielleicht geläutert, aber wohlmöglich auch gestärkt aus der Krise heraus.

Bleiben Sie gesund und bleiben Sie besonnen.

Ihr Bürgermeister
Michael Schwuchow

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