Hilfsnavigation

Ortsteil Mahlow
10.09.2018

Bruno Taut-Ausstellung: Vernissage am 16. September

Aus Anlass des 80. Todestages des Architekten, Hochschullehrers und Autors Bruno Taut (4. Mai 1880 bis 24. Dezember 1938) ist in der Zeit vom 16. September 2018 bis zum 7. Januar 2019 eine Ausstellung über sein Leben und Wirken in der "Alten Aula", Zossener Damm 2, zu sehen. In Zusammenarbeit mit dem Verein "Historisches Dorf Dahlewitz" gestaltet der Kulturverein Blankenfelde diese Ausstellung. Die Vernissage findet am Sonntag, 16. September, um 16 Uhr im Saal der "Alten Aula" statt. Einführende Worte von Frau Dr. Albrecht, ehemalige Mitarbeiterin des Baukunstarchivs. Musikalische Umrahmung durch Hanna Dippner und Emilia Markowski (Tauthaus-Ensemble Dahlewitz).

Großes Bild anzeigen
unbek. Fotograf , Portrait Bruno Taut: Portrait von Bruno Taut. Foto auf Papier, 23,70 x 18,00 cm (inkl. Scanrand). Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin Inv. Nr. 19936. © Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin

In vielen Jahren der Forschungsarbeit des Dahlewitzer Vereins, vor allem durch die unermüdlichen Recherchen von Frau Seidel, gibt es eine umfassende Dokumentation seines Schaffens. Bruno Taut zählt zu den großen Architekten der Moderne.

Er machte sich national wie international einen besonderen Namen und er gehört zu den prominenten Bürgern unserer Gemeinde. Er lebte von 1920 bis zu seiner Emigration 1933 in Dahlewitz und baute 1926 sein Haus in der Wiesenstraße (das "Tortenstück").

Bruno Taut gehörte zu den Reformern in der Architektur des frühen 20. Jahrhunderts, aber war weit entfernt von der Sachlichkeit der Bauhausarchitektur. Er engagierte sich für das soziale Wohnen, Licht und Luft sollte in die Wohnungen und Farbe.

Bekannte Bauwerke in Berlin sind z.B. die Hufeisensiedlung in Britz, die Wohnsiedlung "Onkel Toms Hütte" in Zehlendorf oder die Gartenstadt Falkenberg in Treptow-Köpenick, die seit 2008 zum UNESCO-Welterbe gehören.

Seine grundlegende Auffassung: Architektur und Fantasie müssen im Einklang sein mit der Natur, eine Verschmelzung. Auf diesem Gebiet publizierte er sehr viel, verfasste viele Schriften, in denen er seine Antikriegshaltung zum Ausdruck brachte. Er war Professor an der TU Berlin, später in Istanbul und entwickelte neue Studienmethoden des kollektiven Studierens und seiner Zeit voraus ein Konzept für die integrierte Gesamtschule.

Seine Siedlungen sind noch heute Zeugnis einer feinfühligen Auffassung von Städtebau und sozialem Engagement.

In den Jahren des Nationalsozialismus musste er emigrieren. Er lebte in Japan und in der Türkei, wo er 1938 starb.

 

Seite zurück

Gemeindejournal

Lokalanzeiger

Das Gemeindejournal (ehemals Lokalanzeiger) ist das offizielle Publikationsorgan der Gemeinde und greift kommunale Themen aller Art auf.

Gemeindejournal

Web-Redaktion
Sachbearbeitung Hauptamt
Öffentlichkeitsarbeit, Internet, Pressearbeit, Gemeindejournal
Telefon: 03379 333-164
E-Mail oder Kontaktformular