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Ortsteil Mahlow
12.11.2018

Jühnsdorfer Kirche erhält verlorengegangene Stimme wieder

Es ist vollbracht. Die beeindruckende Marke von 270.000 Euro, die für die Rekonstruktion Jühnsdorfer Kirchenorgel nötig sind, wurde Dank eines Zuschusses des Bundestages erreicht. Am 9. November überbrachte die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke (CDU) die positive Entscheidung des Bundeshaushaltsausschusses. Mit diesem Zuschuss über rund 135.000 Euro ist die ambitionierte Spendenaktion der Kirchengemeinde Blankenfelde-Jühnsdorf erfolgreich abgeschlossen.

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Bürgermeister Ortwin Baier, Bundestagsabgeordnete Jana Schimke, Kantor Peter-Michael Seifried und Bärbel Wunsch vom Gemeindekirchenrat © Gemeinde Blankenfelde-Mahlow

Seit Juni 2017 sammelte die Kirchengemeinde Spenden für die Orgel. Zahlreiche Veranstaltungen und Benefizkonzerte wurden organisiert. Ein Spendenbarometer informierte im Eingangsbereich der Kirche über den aktuellen Stand. Nach der Sanierung des Kirchendachs und des Kirchturms, der Anbringung zweier Glocken und der detailgetreuen Sanierung eines Teils der Kirchhofmauer, wird dem Gotteshaus nun auch seine verlorengegangene Stimme wiedergegeben.

Für Kreiskantor Peter-Michael Seifried ist der Zuschuss des Bundes ein schönes Beispiel für parteienübergreifende Zusammenarbeit, um ein Kulturgut zu bewahren. Über Parteigrenzen hinweg, setzten sich die Bundestagsabgeordneten Manja Schüle (SPD) und der Landtagsabgeordnete Erik Stohn (SPD) - als Antragsteller an den Bund - sowie Landrätin Kornelia Wehlan (LINKE) als Schirmherrin für den Erhalt der Orgel erfolgreich beim Bund ein.

Bürgermeister Ortwin Baier: "Musik bietet weltweit die Möglichkeit sich auch ohne Worte zu verständigen. Deshalb unterstützt die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow die Rekonstruktion dieser besonderen Kirchenorgel. In den vergangenen Jahren hat die Kirchengemeinde Blankenfelde-Jühnsdorf um Pfarrer Steffen Wegener Großartiges für die Sanierung der Jühnsdorfer Kirche geleistet. Die Kirche als einen Ort der Einkehr und der Ruhe in einer schnelllebigen Zeit zu erhalten, erscheint mit heute wichtiger, denn je."

Die Rekonstruktion der Orgel soll im nächsten Jahr von einem Berliner Orgelbauer durchgeführt werden. Geplant ist, die Orgel, auf den Tag genau 150 Jahre nach der Inbetriebnahme, am 20. Dezember 2019, im Rahmen eines Konzerts, wieder erklingen zu lassen.

Hintergrund

Die Jühnsdorfer Orgel wurde im Jahr 1869 von Orgelbaumeister Wilhelm Remmler erbaut. In den vergangenen 150 Jahren wurden viele Veränderungen an der Orgel vorgenommen, so wurden beispielweise im Verlauf des Ersten Weltkriegs die originalen Zinn-Pfeifen eingeschmolzen und durch minderwertigere Zink-Pfeifen ersetzt. Auch die Jahre des Zweiten Weltkriegs und die DDR-Zeit brachten meist negative Veränderungen für den Zustand der Orgel mit.

Glücklicherweise sind vom Originalinstrument wesentliche Elemente erhalten. Eine umfassende Rekonstruktion ist dennoch erforderlich, da unter anderem das Gehäuse, die mechanischen Trakturen, der Spieltisch und die Pfeifen restauriert werden müssen. Fehlende Teile sollen originalgetreu wiederhergestellt werden.
 

 

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