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Ortsteil Mahlow
22.11.2018

Bildungstag der Gemeinde im Zeichen der Vernetzung

In den Kindertagesstätten und Schulen der Gemeinde, aber auch in den Jugendeinrichtungen, Horten und Bibliotheken, leisten die pädagogischen Fachkräfte, Schul- und Jugendsozialarbeiter sowie die Bibliotheksmitarbeiter täglich eine wichtige und qualitativ hochwertige Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsarbeit. Generell gelten die verschiedenen gemeindlichen Bildungseinrichtungen als gut aufgestellt und werden, sowohl finanziell als auch fachlich, von der Gemeinde über die gesetzlichen Vorgaben hinaus unterstützt und gefördert.

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Thomas Feibel gemeinsam mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Marion Dzikowski und Friderike Pankoke (rechts) vor der Illustration der Bildungslandschaft der Gemeinde © Gemeinde Blankenfelde-Mahlow

Gemeinsames Ziel der genannten Bildungsakteure ist es, allen Kindern in Blankenfelde-Mahlow - unabhängig vom familiären, sozialen oder geographischen Hintergrund - die besten Grundlagen zu bieten, um starke Erwachsene zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind einrichtungsübergreifende Konzepte hilfreich. Kindern und Jugendlichen soll so die Möglichkeit gegeben werden, ohne große Umstellung zwischen den Bildungsangeboten zu wählen.

Wenn die aktive Freizeitgestaltung der Kinder nicht beim Verlassen des Hortgebäudes endet und das Lernen und Entdecken nicht mit dem Läuten der Schulklingel aufhört, dann können die Kinder und Jugendlichen am besten vom vielfältigen Bildungsangebot in Blankenfelde-Mahlow profitieren. Deshalb sollten auch Bildungsakteure außerhalb der gemeindlichen Trägerschaft, wie Vereine, Tagesmütter und fachliche Arbeitskreise, idealerweise Teil des Bildungsnetzwerkes Blankenfelde-Mahlow sein.

Auch aus diesem Grund lud die Gemeinde am 17. November zum 5. Bildungstag in das Bürgerhaus Bruno Taut Dahlewitz. Neben Jugend- und Schulsozialarbeitern und pädagogischen Fachkräften aus gemeindlichen Kitas und Horten, waren auch Vertreter von Sportvereinen, die Jugendfeuerwehr, Tagesmütter und Gemeindevertreter anwesend. Insgesamt nahmen etwa 70 Teilnehmer das Angebot wahr.

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Beim Vortrag von Thomas Feibel © Gemeinde Blankenfelde-Mahlow

Den Auftakt der Veranstaltung machte der Medienexperte, Journalist und Buchautor Thomas Feibel, der mit einem humorvollen, aber auch nachdenklich stimmenden Auftaktvortrag über Themen wie Medienkompetenz und kindliche Wahrnehmung referierte. Wie geht man als Elternteil oder Erzieher mit dem medientechnischen Meilenstein Smartphone um? Und mindestens genauso wichtig: Wie vermittelt man Kindern und Jugendlichen den richtigen und maßvollen Umgang mit den allgegenwärtigen technischen Gerätschaften? Wie bei allen bildungsspezifischen Themen gibt es auch hier kein Patentrezept; jedoch ermutigte Feibel aktiv und ohne weitgreifende Verbote, die Smartphone- und Tabletnutzung zu hinterfragen und gemeinsam mit den Kindern (neu) zu erlernen.

Nach einem ausgiebigen und kommunikativen Mittagsmenü, bei dem auch Kontakte unter den Teilnehmern geknüpft wurden, stellte die Fachberaterin für Kindertagesstätten in der Gemeinde, Friderike Pankoke, gemeinsam mit Katja Hönig vom Jugendbereich und Manuela Wende, Hortleiterin, die bisherige Entwicklung der Bildungslandschaft in Blankenfelde-Mahlow vor.

Es war ein weiter Weg, die vor dem Jahr 2003 faktisch eigenständige Bildungsarbeit der fünf Ortsteile, zusammenzuführen. Meilensteine zu einer vernetzten lokalen Bildungslandschaft waren beispielsweise die im Jahr 2012 etablierte Fortbildungsmöglichkeit für pädagogische Fachkräfte in den gemeindlichen Bibliotheksstandorten, um schon Kindergartenkindern die Bibliothek als Bildungsort näherzubringen. Auch die Zusammenarbeit der Jugendclubs mit den Horten in der Gemeinde ist ein gutes Beispiel für eine sinnvolle Vernetzung. Hier wird den Hortkindern aufgezeigt, welche Freizeitmöglichkeiten sich außerhalb des Hortes ergeben. Auch die Eltern werden auf diese Weise schon früh mit ins Boot geholt und können sich einen eigenen Eindruck von den Angeboten der Jugendclubs in der Gemeinde machen.

Um diese unterschiedlichen Einzelvernetzungen zusammenzuführen und auszubauen, nutzte Die Gemeinde das vom Bund initiierten Programm "Qualität vor Ort". Als ein Modellprojekt nahm Blankenfelde-Mahlow daran teil. Über den Zeitraum von einem Jahr wurde die Bildungsarbeit der Gemeinde von einem externen Prozessbegleiter analysiert und eingeordnet. Schnell wurde klar, dass die Vernetzung innerhalb der gemeindlichen Trägerschaft gut funktioniert. Das schon bestehende Netzwerk weiter zu entwickeln und auch für Akteure außerhalb der Trägerschaft zu öffnen, könnte ein nächster Schritt sein, die Bildungslandschaft der Gemeinde auszubauen.

Der Bildungstag war auch dahingehend ein Schritt in die richtige Richtung. In lockerer und entspannter Atmosphäre nutzten die Anwesenden die Möglichkeit zum Austausch. Auch die angebotenen Workshops zu verschiedenen Aspekten der Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure boten weitere Gelegenheit sich mit der Materie vertraut zu machen und Überlegungen zu möglichen Synergieeffekten zu entwickeln.

Bürgermeister Ortwin Baier war ebenfalls beim Bildungstag anwesend und bedankte sich bei den Organisatoren und Teilnehmern: "Der heutige Tag ist ein weiterer Beleg dafür, dass in Blankenfelde-Mahlow sehr viel für die Kinder- und Jugendarbeit geleistet wird. Wir ruhen uns jedoch nicht nur auf unseren Lorbeeren aus, sondern versuchen gemeinsam die Bildungslandschaft ressortübergreifend zu gestalten. Auf diese Weise soll den Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde die bestmögliche Basis für ein lebenslanges Lernen geboten werden."

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