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Junge auf einem Feldweg
© Gemeinde Blankenfelde-Mahlow 

Blankenfelde – Ein Hauch von Adel

Der Ort Blankenfelde wurde vermutlich nach 1220 von Siedlern angelegt, die aus dem niedersächsischen Raum gekommen sein dürften. Das älteste Bauwerk Blankenfeldes, die aus Feldsteinen errichtete mittelalterliche Dorfkirche, entstammt dieser frühen Periode.

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Diese Ansichtskarte zeigt neben Dorfkirche und Dorfstraße, den Gasthof "Zum weißen Schwan"
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Blankenfelde 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV., als "Dorf mit 50 Hufen, Mühle und Krug". Der Ortsname stammt aus dem Mittelniederdeutschen und bedeutet soviel wie "Ansiedlung auf freiem, lichtem Gelände". Die Familie von der Liepe, Besitzer des Blankenfelder Gutes, verfügte zu dieser Zeit bereits über 14 Freihufen und Hebungen aus den übrigen steuerpflichtigen Hufen. Das als Blankenfelder Schloss bezeichnete Gutshaus diente als Wohnhaus des jeweiligen Gutsbesitzers.

Während des Krieges 1914/1915 wurde in dem Gebäude ein Lazarett eingerichtet. Das Schloss, das den 2. Weltkrieg nahezu unbeschädigt überstand, wurde Anfang 1948 aufgrund eines Befehls der Sowjetischen Militäradministration abgerissen. Auf dem Gelände des ehemaligen Schlosses steht heute die "Alte Aula".

Rasante Entwicklung

Im Oktober 1928 wird das ehemalige Gutsgelände größtenteils durch die Süd-Berlin Bodenaktiengesellschaft ersteigert, parzelliert und die Grundstücke hauptsächlich an Siedler aus Berlin verkauft. Auf einem Teil des Geländes errichtete die Gemeinnützige Aktien-Gesellschaft für Angestellten-Heimstätten (GAGFAH) in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts mit 739 solcher Heimstätten, eine der größten Siedlungen in Deutschland.

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Historische Postkarte von Blankenfelde aus den 1930er Jahren

Die Einwohnerzahl Blankenfeldes entwickelte sich rasant von 756 im Jahr 1930 auf 6228 Einwohner 1939. Der Zweite Weltkrieg ging in Blankenfelde im April 1945 mit Schäden an Gebäuden und Verlusten der Zivilbevölkerung zu Ende. Erst spät, im Oktober 1950, erhielt Blankenfelde einen eigenen Bahnhof im Rahmen des Nationalen Aufbauwerks.

Blütezeit der Gewerbeansiedlung

Kurz nach dem Krieg erreichte die Zahl der Gewerbetreibenden mit weit über 200 Einträgen im "Branchen-Adressbuch Provinz Brandenburg mit Gross-Berlin" von 1947 eine Blüte. Von Bedeutung waren während der DDR-Zeit der VEB Textilreinigung, der VEB Fliesenleger und die LPG "Roter Stern". Mit Einweihung der VEG Milchproduktion Blankenfelde ging im September 1979 die größte Anlage dieser Art in der DDR in Betrieb.

Auch nach der Wende hat Blankenfelde den Charakter einer Siedlungsgemeinde beibehalten. Im Januar 1992 nahm die Amtsverwaltung ihren Sitz im Ort und seit der 1993 durchgeführten Kreisgebietsreform gehört die Gemeinde zum Landkreis Teltow-Fläming.

Das ehemalige Gemeindewappen

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Ehemaliges Wappen von Blankenfelde

Bis zur Gemeindegebietsreform am 23. Oktober 2003 führte Blankenfelde ein eigenes Wappen mit einem wachsenden roten Löwen, der ein goldenes Schild mit blankem Feld trägt. Der Löwe verweist auf die Herren von Liepe, einem märkischen Geschlecht, das über Jahrhunderte in Blankenfelde begütert und ansässig war. Das goldene Schild mit dem blanken Feld versinnbildlichte als redenes Element den Namen der Gemeinde. Der Sparren deutet als heraldisches Siedlungssymbol auf die historische und gegenwärtige Entwicklung der Gemeinde als wachsender Lebens- und Wohnort südlich Berlins hin.

Quelle: Susanne Wölfle-Fischer, Eine Großgemeinde und ihre historischen Wurzeln

Zahlen und Fakten

  • Fläche: 12,26 Quadratkilometer
  • Einwohnerzahlen: 11.532 (Stand: August 2016)
  • Postleitzahl: 15827
  • Vorwahl: 03379

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Gemeindelogo
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Logo der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow
Das Logo zeigt die fünf Orsteile der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow im geografischen Verhältnis zur Einwohneranzahl (rot - Mahlow, grün - Blankenfelde, orange - Jühnsdorf, blau - Dahlewitz, gelb - Groß Kienitz).